Stressbiologie

Gesundheit und Harmonie basieren auf einem natürlichen Gleichgewicht. Sowohl Mangel wie auch Überlastung stört das Gleichgewicht und führen zu Funktionsstörungen im Körper.

Unser Wohlbefinden setzt sich aus mentaler und körperlicher Gesundheit zusammen. In diesem Kapitel steht der mentale und psychosoziale Stress im Vordergrund. Der körperliche und chemische Stress wird unter Mitochondrial Metabolism besprochen.

Jede Form von Stress (mental, körperlich oder chemisch) zeigt sich früher oder später in körperlichen Beschwerden. Hauptsymptome sind Müdigkeit. Chronischer Stress führt zu einem generellen Energiemangel bis hin zu Erschöpfung mit teils schwerer Beeinträchtigung der Lebensqualität. Meistens sendet der Körper bereits im Vorfeld Symptome, die auf eine mentale oder körperliche Überlastung hinweisen. Diese Symptome sind als Warnsignale zu werten, wohingegen die Erschöpfung ein Schutzmechanismus unseres Körpers darstellt, sozusagen eine biologische Bremse. Versuche, die Müdigkeit mit Aufputschmittel und Suchtmitteln zu kompensieren, stellen eine zusätzliche Belastung für Körper und Geist dar und führen in einen Teufelskreis.

Dank wissenschaftlicher Erkenntnisse und technischen Verfahren kann heutzutage der Energiemangel gemessen werden. Meist liegt eine Dysbalance des neurobiologischen Gleichgewichts und der Stresshormone vor.

Nach der spezifischen Analyse und Beurteilung der verschiedenen Faktoren empfehlen wir konkrete und individuell abgestimmte Massnahmen, um sowohl das neurobiologische Gleichgewicht wiederherzustellen, als auch die Balance im beruflichen und familiären Alltag zu fördern.

«Stress ist für den Körper wie Alkohol; früher oder später kommt der Zusammenbruch.»
Aufzählung möglicher Stressfaktoren:
1. Psychosozial
  • Bedrohung und Unsicherheit (Arbeitsplatz, Arbeitsmarkt, Geopolitische Veränderungen)
  • Finanzieller Stress
  • Belastung in Beziehung, Familie und Umfeld
  • Leistungsansprüche und Erwartungen
  • Fehlende Wertschätzung
  • Beleidigungen, Demütigungen, Ausgrenzung, Mobbing
  • Neues und/oder Ungewohntes
2. Physisch
  • Schmerz
  • Trauma (Unfall, Operation)
  • Infektion
  • Entzündung (silent inflammation -> Inflammaging)
  • Spitzensport
3. Chemisch
  • Tabak und Alkohol
  • Antibiotika und Medikamente
  • Schwermetalle (Aluminium, Amalgam, Blei, etc.)
  • Kosmetik: Lippenstifte, Cremes, Lacke, Spray, etc.
  • Farbstoffe, Lackierungen, etc.
  • Pestizide und Herbizide
  • Konservierungsstoffe
  • Umweltverschmutzung (Abgas, Bremsstaub)
  • Deodorants und Parfums
Die Kombination von verschiedenen Stressoren kann sich besonders verheerend auswirken.
«Kurzzeitiger Stress stärkt den Körper; chronischer Stress schädigt ihn»

Chronische Stressbelastung mit möglicher negativer Auswirkung auf:

  • Gehör und Gleichgewicht
  • Schleimhäute mit erhöhter Infektanfälligkeit der Atemwege
  • Haut und Haar
  • Nacken- und Rückenmuskulatur mit entsprechenden Schmerzen
  • Magen und Verdauungstrakt
  • Herz-Gefässsystem und Durchblutung
  • Schlaf und Regeneration
  • Essverhalten und Körpergewicht
  • Körpergefühl und Sensibilität
  • Gemütszustand und Verhalten mit vermehrter Impulsivität
  • Suchtverhalten
  • Müdigkeit und Erschöpfung
  • Zyklus der Frau
  • Sexualfunktion
«Eine Erschöpfung sollte nicht akzeptiert, sondern in einem ganzheitlich Konzept angegangen werden .»